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Fotoalbum: Vom Selketal nach Quedlinburg

Herzlich Willkommen zur 10. Zeitreise 2008  

Naumburger Tageblatt
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Per Rad vom Selketal nach Quedlinburg
54 Naumburger begeben sich auf zweite "Zeitreise" in den Harz

   Naumburg/RS. Die Hitze drückt auf den Marktplatz von Quedlinburg, wenige Menschen sitzen in den Straßencafes. 54 Naumburger Radfahrer, nun zu Fuß, begeben sich auf eine Stadtführung durch das größte Flächendenkmal der Republik. In der folgenden Stunde erfahren sie so ziemlich alles über Fachwerk, Diamantschliff und wie man den an den Häusern das Entstehungs-Jahrhundert erkennt. Quedlinburg macht im Vergleich zu Weimar, Meißen oder Görlitz einen eher verschlafenen Eindruck. Hier pulsiert das Leben nicht, aber wahrscheinlich hat dieser subjektive Eindruck eher mit den hochsommerlichen Temperaturen zu tun.
 
Vierundzwanzig Stunden zuvor hatte es hier und im Selketal starke Gewittergüsse gegeben. Überall entlang der Route, die 40km vor Quedlinburg oberhalb von Mägdesprung in Sternhaus begann, konnte man an den Pfützen und auch an der rauschenden Selke sehen, was für ein Regeninferno geherrscht haben musste. Nun aber war alles sonnig und in den ersten zwei Stunden angenehm schattig, da die Fahrt meist hinab durch Wälder und Auen ging. Radfahren light war fürs Erste angesagt. Als Bikeguard hatten die Radtouristiker von burgenlandrad.de einen Kollegen aus Quedlinburg engagiert: Heinz Luther übernahm von Anfang an die Führung und hatte zu jedem und allem interessante Geschichten parat. Einmal sah man die Burg Falkenstein im Hintergrund, Schauplatz mehrerer Defa Filme - geheimnisvoll und neblig verhangen überragte sie das Selketal. Auch dazu wusste der Radprofi lustige wie spannende Geschichten.
 
Nach dem Mittagessen auf der Terrasse von Schloss Meisdorf, das ein Parkhotel der Van der Valk Kette ist, gab es in dem Ringbauernhof Möhring viele alte landwirtschaftliche Werkzeuge zu besichtigen. Aber als eigentliches Kleinod entpuppte sich die Dorfkirche Meisdorf mit seinem imposanten Hochaltar und Kirchenschiff aus der Zeit nach dem 30jährigen Krieg. Der Vorsitzende des hiesigen Vereines, Herr Donner, zeigte sich überrascht über die Größe der Gruppe, die seinen Erzählungen lauschte. Weiter ging es Richtung Ballenstedt und es durfte zum ersten Mal an diesem Tag geschoben werden. Frau Henschel, die älteste Teilnehmerin in der Gruppe rief: "Herr Steinmeyer, Sie hatten doch versprochen, es gäbe keine Anstiege wie bei der ersten Tour!" Und die gab es auch wirklich nicht, es wechselte nur etwas zwischen Auf und Ab und schnell war der Schlosspark von Ballenstedt erreicht. Hier hätte man gerne länger verweilt, was folgte war nun eine etwas staubige Piste und die hatte auch ihre Tücken. Gleich drei Plattfüsse auf wenigen Kilometern brachten die Gruppe etwas aus dem Zeitplan, aber die Schläuche wurden dennoch in Schnellstzeit gewechselt - den Pannendienst hatte man ja dabei. Nach gut 6 Stunden erreichte die Gruppe Quedlinburg und 13 Stunden nach Abfahrt wieder Naumburg, das ähnlich schön wie die Harzer Orte im Abendlicht vor den "Zeitreisenden" lag.
 
Wir danken dem Sponsor der Zeitreisen, der Sparkasse im Burgenlandkreis, wie auch den Partnern dieser Zeitreise, der PVG im Burgenlandkreis, Radtouren Luther und dem Fahrradverleih Meyer, dem Parkhotel Schloss Meisdorf wie der Quedlinburg-Information.

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