radhaus steinmeyer

Fotoalbum: Detmold

Herzlich Willkommen zur 17. Zeitreise 2009

Naumburger Tageblatt
TOPTHEMEN

Auf den Spuren der Varus-Schlacht
Tageblatt/MZ-Zeitreise rund um Detmold führte in die Tiefen deutscher Geschichte.

   Naumburg/Detmold/RS. Wo am Tag zuvor noch Bundeskanzlerin Angela Merkel die Eröffnung in Begleitung römischer Soldaten vollzogen hatte, stehen nun gut ein Dutzend lebensgroße Plastiken des Cheruskers Hermann. Im Hintergrund rudern begeisterte Besucher einen Nachbau einer römischen Galeere im Schlossgraben. Große Plakate weisen zur Mythos-Ausstellung im Neubau des Landesmuseum hin.
 
Auf der Wiese dahinter ein römisches Heerlager, ausgelassene Stimmung wie auf der Kirmes. Soviel Aufmerksamkeit erhält das etwas verschlafene Detmold sonst nicht, muss sich aber hinter den vielen anderen Kulturangeboten nicht verstecken. Vor Jahrzehnten hatte die Stadt - ähnlich wie Naumburg - 30 000 Einwohner. Heute sind es dank der Eingemeindungen fast 70 000. Die Stadt ist stolz auf den gelungenen Integrationsprozess. Und es gibt eine international bekannte Musikakademie. So werden hier die Bordsteine nicht so schnell hochgeklappt. Selbst am leicht verregneten Sonntagnachmittag sind die Straßencafés voller Menschen.
 
Auf Varus‘ Spuren radelten kürzlich 13 Naumburger um und in Detmold. Sie nahmen an einer weiteren Tour der vom Naumburger Tageblatt/MZ und von Burgenlandrad Naumburg veranstalteten "Zeitreisen" teil. Manchmal fühlten sie sich auch wie Varus, den Arminius alias Hermann in den tiefen undurchdringlichen Wäldern in die Falle führte. Im idyllischen Silberbachtal wurde der Waldweg immer enger, um dann auf einem Felsvorsprung zu enden. Zurückfahren oder -schieben war angesagt. Denn geschoben wurde schon des Öfteren. Gerade 40 Kilometer schaffte die Gruppe an einem langen Tag. Einige Höhenmeter waren notwendig, um das Hermanns- Denkmal zu erreichen. Genauso wie die Externsteine, eine schroffe Felsenformation mit religiöser Vorgeschichte, war der Aufstieg zur eisernen Sehenswürdigkeit einer der Höhepunkte der dreitägigen Radtour. Der Besuch des Freilichtmuseums am Sonntag war ebenfalls eine Zeitreise, wenn auch nur 200 Jahre zurück. Das bäuerliche Leben in Nordrhein-Westfalen konnte man in mehreren Dörfern und Bauerngehöften nachleben. Und zum Mittag gab es eine regionale Delikatesse, Pickert genannt. Das Arme-Leute-Essen vergangener Jahrhunderte ist ein Pfannkuchen mit Rosinen, zu dem auch Leberwurst gereicht wird.
  
Dank an den Hauptsponsor der "Zeitreisen", die Sparkasse Burgenlandkreis, wie auch an die Ösa Sachsen-Anhalt und die PVG Burgenlandkreis. Für die "Zeitreise" am 7. Juni vom Schiffshebewerk Kreypau zum Cospudener See sind noch Plätze frei. Auch die "Zeitreise" am 21. Juni, die über die Schlachtfelder nördlich von Jena und die Dornburger Schlösser nach Naumburg führen wird, ist fast ausgebucht.

17. Zeitreise  17. Zeitreise

17. Zeitreise  17. Zeitreise

17. Zeitreise  17. Zeitreise


Weiter geht es mit der 17. Zeitreise auf der > Fotoseite 2.
 
Zurück zur  Archiv-Fotoübersicht