radhaus steinmeyer

Fotoalbum: Cospudener See

Herzlich Willkommen zur 18. Zeitreise 2009

Naumburger Tageblatt
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Am Ende noch ein Hauch vom Süden
Fahrradtour unserer Zeitung mit dem Cospudener See als Tagesziel führt durch drei Landkreise.

   Naumburg/RS. Eine Zeitreise mit dem Naumburger Tageblatt zeichnet immer aus, dass es a) nicht regnet und b) es dafür an Gewässern entlang geht. Dass ein Gewässer bei der Leserreise am vergangenen Sonntag aber niemals mit Wasser gefüllt war, sollte eine ganz neue Variante dieses Themas sein.
 
In Kreypau, nördlich von Leuna, besichtigten 25 Naumburger ein monumentales Betongebäude, dessen Vollendung in den letzten Kriegsjahren 1943 abgebrochen wurde. Es handelt sich um eine Schleusentreppe für den nie vollendeten Saale-Elster Kanal, die einsam und verlassen aus dem wuchernden Grün ragt.
 
Im Streckenverlauf konnte man mit diesem Wissen das ursprünglich geplante Kanalbecken bis zur Saale weiter verfolgen. In den Ölkrisenzeiten 1974 plante man nochmals, dieses fehlende Teilstück des Saale-Elster-Kanals zu vollenden, wie der Historiker des gleichnamigen Vereins, Gerd Becker, bei einem Rundgang zu berichten wusste. Man darf gespannt sein, wann und ob solche Pläne wieder ausgegraben werden.
  
Weiter ging es nach Bad Dürrenberg, das Dank der Nähe zu Leuna schon lange seinen Kurstatus verloren hat, aber mittlerweile zumindest als Luftkurort wieder anerkannt wurde. Vorbei am Borlachturm wartete auf die Gruppe eine Führung auf dem Gradierwerk, das mit fast 700 Metern das längste seiner Art in Europa ist. Nach so viel Höhenluft erwartete die Gruppe dann direkt neben diesem imposanten Gebäude im Kurpark ein Mittagessen. Auf fast verlassenen Nebenstrecken radelte man nach Lützen, immer in Richtung Cospudener See, dem Tagesziel dieser Zeitreise. Der Wechsel in den Burgenlandkreis fiel nicht sehr auf, die Straßen waren alle gut asphaltiert. Eher überrascht war man, wieder im Burgenlandkreis zu sein. Richtig: mit der „Eingemeindung“ des Kreises Weißenfels gehört die Gedenkstätte König Gustav Adolfs auch zu „uns“. In Meuchen folgte eine Rast an der Kirche, wo der Schwedenkönig damals nach der verlorenen Schlacht aufgebahrt wurde. Auf dem Weg nach Meyhen erreichte man den Leipziger Kreis. Welch ein Kontrast. Mit dem Schild „Auf Wiedersehen im Burgenlandkreis “ wechselte die Straßendecke zu Holperpflaster, gefahren wurde auf einer engen Grasnabenspur. Kühe lagerten auf den Wegen, Ziegen waren an Bäumen angeflockt, die Gehöfte machten einen oftmals verlassenen Eindruck.
 
Der Speckgürtel der Großstadt Leipzig ist im Raum Markranstädt schwerlich auszumachen. Das änderte sich erst nach zweimaligen Überqueren der A 38 bei Markkleeberg kurz vor dem Vergnügungspark Belantis. Und an der Marina am Cospudener See endlich konnte man dann die Nähe zum Einzugsgebiet Leipzig spüren: Bei einem Glas Gose, einem obergärigen Bier mit Gewürzkräutern - angeblich das Leipziger Spezialgetränk -, hatte man einen schönen Ausblick auf fast mediterranes Treiben. An einem Restaurant wurde sogar mit Mitternachts-Frühstück geworben. Mit Blick auf die Segelschiffe am Hafensteg saßen Ausflügler gemütlich im Strandkorb, schleckten ein Eis und ließen die Seele baumeln. Wäre schön, die Marina am Geiseltalsee würde bald auch solch ein Strandleben mit vielfältigen Gastronomieangeboten bieten. Da brauch man gar nicht in die Ferne schweifen. Und schöne Radrouten finden sich überall.
 
Dank an dieser Stelle dem Hauptsponsor der Zeitreisen, der Sparkasse im Burgenlandkreis, wie auch der ÖSA und der PVG.
Die nächste Zeitreise findet am 21. Juni statt und führt von Isserstedt nördlich von Jena über die Schlachtfelder von 1806 zu den Dornburger Schlössern. Weiter geht es dann auf dem Saale-Radwanderweg nach Naumburg. Gebucht werden kann wie immer in der Geschäftsstelle des Naumburger Tageblatts in der Salzstraße.

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